Veranstaltungen: Wege aus der Krise der Demokratie

Liebe Mitbürgerinnen & Mitbürger,

der SPD-Ortsverein Vorderer Westen hat eine Veranstaltungreihe unter der Überschrift Wege aus der Krise der Demokratie gestartet. Im Neuen Jahr geht es weiter mit den Themen:

  • Persönlichkeit/Bildung am 14.3.2019 – drei Impulstexte zum thematischen Einstieg:

Koenen_2017_Die_Farbe_Rot_335_Persönlichkeit

Seethaler_2014_Ein ganzes Leben_40-41_28-29

Skidelsky_2012_Wie_viel_ist_genug_216-219_Persönlichkeit

  • Harmonie mit der Natur am 11.4.2019
  • Freundschaft am 9.5.2019 und schließlich
  • Muße am 13. Juni 2019.
  • Respekt/Bildung am 14.2.2019

Ort: AWO-Seniorenwohnanlage Querallee 40

Zeit: 18.00 – 20.00 Uhr

Die Bürgerinnen und Bürger haben das erste Wort für ihre Fragen, Anregungen, Sorgen, Kritik.

Im Mittelpunkt der ersten Veranstaltung stand das Thema „Wahre Fluchtursachen“. Dazu gibt es einen Text von Hagen Rether bei Youtube (ca. 10 Minuten). Am 11.10. hatten die Teilnehmenden das erste Wort zum Thema Gesundheit. Hier sorgten sie für das Thema Pflege. Dazu gibt es eine Ausgabe des Publik-Forum vom 26.10.2018 mit dem Titel Mensch oder Profit und im Dossier einen Kommentar von Wolfgang Kessler: Die Ware Pflege. Am 8.11.: Sicherheit. Aus dem Publikum kamen vor allem die Stichworte Schlanker Staat  und Angst. Stellen bei der Polizei, in der Justiz und in anderen Bereichen der Daseinsvorsorge wer-den abgebaut. Die Kosten für private Sicher-heitsdienste werden der Kundschaft von Gü-tern und Dienstleistungen in die Preise einge-rechnet. Die erzeugte Unsicherheit führt zu Angst. „Jeder, der etwas besitzt, hat Angst vor jenen, die weniger oder nichts besitzen.“ Also: Wer am meisten besitzt, hat auch die größte Angst. Damit er sich mit ihr nicht auseinander-setzen muss, mauert er sich in seinen einge-zäunten Residenzen ein. Und er hat ein ganzes Heer von anzeigenabhängigen Medien zur Ver-fügung, die Angst verbreiten. Dazu im Netz von Rainer Mausfeld: Die Angst der Machteli-ten vor dem Volk (ca. anderthalb Stunden).

Unser Hintergrundtext vom 18.1.2018 beginnt mit den Worten Die AfD wächst auf dem Mist, den die vorher im Bundestag vertretenen Parteien gemacht haben. Sie alle tun so, als ob sie etwas zu entscheiden hätten. Dabei gilt seit 1996 der vom ehemaligen Bundesbankchef Hans Tietmeyer formulierte Anspruch, die Finanzindustrie sei Fünfte Gewalt im Staat, die den Gewählten in Parlament und Regierung, dem Rechtswesen sowie dem Kombinat von Realwirtschaft und Medien vorgibt, wo es lang zu gehen hat.

Unser Grundgesetz sagt in Artikel 20: Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Unsere Gewählten schwören in ihrem Amtseid, Schaden vom Volk zu wenden und seinen Nutzen zu mehren. Stattdessen retten sie Banken mit dem Geld derer, die ihre Steuern nicht „gestalten“ können.

Verfassungspatrioten wollen, dass Demokratie aufhört, Herrschaft des Einen Prozents für das Eine Prozent durch das Eine Prozent zu sein. Demokratie soll werden: Regierung des Volkes für das Volk durch das Volk, wie von Abraham Lincoln 1863 nach der Schlacht von Gettysburg verkündet.

Ein anderer großer amerikanischer Präsident, Franklin D. Roosevelt, hat 1941 die Vier Freiheiten verkündet: Freiheit der Rede, Freiheit der Religionsausübung, Freiheit von Not und Freiheit von Furcht.

Unsere Veranstaltungsreihe zielt ab auf ein GUTES LEBEN FÜR ALLE

Es ist genug da für unsere Bedürfnisse, es ist nicht genug da für unsere Gier.  Mahatma Gandhi

Und wir orientieren uns an einem Wort der schweizerischen Befreiungstheologen Kurt Marti (1921-2017):

Der Großen Mutter folgte der Große Vater, diesem der Große Bruder. Dabei sehnen wir uns nach kleinen Schwestern.

Der Große Bruder (auch Stasi genannt) hat 1989 in der DDR sein Ende gefunden. Das steht GAFA (Google, Apple, Facebook, Amazon) noch bevor. Das Zeitalter der Geschwisterlichkeit hat längst begonnen. Es setzt keinen „Neuen Menschen“ voraus, sondern einfach nur gegenseitigen Respekt, Freundschaft, Muße.

Lassen Sie uns miteinander reden, wie es in der wahren Demokratie sein muss. Jede Stimme ist gleich wertvoll. Jeder Mensch ist gleich wertvoll und jede Wahrheit ist gleich wertvoll. Wahrheit muss sich aber vor der Wirklichkeit bewähren.

Zuerst ignorieren sie dich.
Dann lachen sie dich aus.
Dann bekämpfen sie dich.
Dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi